⌛ The right proposal at the wrong time is still the wrong proposal.
Sun Tzu considers that self-evident.
The others around the table, apparently, do not.
For what feels like an eternity, they have been debating strategy and power. Interests and relationships.
Sun Tzu listens.
Then he asks a question.
“Why do people spend so much time talking about decisions?” A brief pause. “And so little time talking about timing?”
The room falls silent.
Augustus nods.
Not for the first time that evening.
Benjamin Franklin starts keeping count.
Too many negotiators overestimate substance.
And underestimate timing.
The very same idea can fail.
Or succeed.
It all depends on when it is introduced.
Before a crisis.
During a crisis.
After a crisis.
Three moments.
Three entirely different negotiations.
“The right moment creates opportunities,” Sun Tzu says. “Even the strongest arguments cannot do that on their own.”
Confucius adds, “Patience is often mistaken for inaction. In reality, it is usually preparation.”
For the first time, the two of them are almost entirely in agreement.
As a precaution, Franklin orders another bottle of wine.
Moments like these deserve to be recorded.
In complex negotiations, good timing often looks like luck.
In reality, it is usually the result of careful observation.
When does the pressure to decide increase?
When do interests shift?
When do power dynamics change?
When do new options emerge?
Those who recognise these shifts negotiate differently.
And often more successfully.
Sun Tzu looks around the table.
“Most people believe they have a timing problem.
In reality, they usually have an observation problem.”
Even Niccolò Machiavelli writes that one down.
👉 Which decision would be far easier to push through today than it would have been a year ago—and why haven’t you seized the moment yet?
Deutsche Version:
Timing
⌛ Der richtige Vorschlag zur falschen Zeit bleibt der falsche Vorschlag.
Sun Tzu hält das für selbstverständlich. Die anderen am Tisch offenbar nicht.
Seit einer kleinen Ewigkeit diskutieren sie über Strategien und Macht. Über Interessen und Beziehungen.
Sun Tzu hört zu. Dann stellt er eine Frage.
„Warum sprechen Menschen ständig über Entscheidungen?” Kurze Pause. „Und so selten über Zeit?”
Im Raum wird es still. Augustus nickt. Zum wiederholten Mal an diesem Abend. Franklin beginnt mitzuzählen.
Viele Verhandler überschätzen Inhalte. Und unterschätzen Timing.
Die gleiche Idee kann scheitern. Oder erfolgreich sein. Je nachdem, wann sie eingebracht wird.
Vor einer Krise. Während einer Krise. Nach einer Krise. Drei Zeitpunkte. Drei völlig unterschiedliche Verhandlungen.
„Der richtige Moment erzeugt Möglichkeiten”, sagt Sun Tzu, „die besten Argumente allein können das nicht.”
Konfuzius ergänzt: „Geduld wird oft mit Untätigkeit verwechselt. Dabei ist sie meistens Vorbereitung.”
Zum ersten Mal stimmen die beiden nahezu vollständig überein. Franklin bestellt vorsichtshalber Wein. Solche Ereignisse sollte man dokumentieren.
In komplexen Verhandlungen erscheint gutes Timing häufig wie Glück. Tatsächlich ist es meist das Ergebnis genauer Beobachtung.
Wann steigt Entscheidungsdruck? Wann verändern sich Interessen? Wann verschieben sich Machtverhältnisse? Wann entstehen neue Optionen?
Wer diese Veränderungen erkennt, verhandelt anders. Und oft erfolgreicher.
Sun Tzu schaut in die Runde. „Die meisten Menschen glauben, sie hätten ein Timing-Problem. Tatsächlich haben sie meist ein Beobachtungsproblem.”
Sogar Machiavelli schreibt sich diesen Satz auf.
👉 Welche Ihrer Entscheidungen wäre heute deutlich leichter durchsetzbar als noch vor einem Jahr – und warum haben Sie den Moment noch nicht genutzt?





