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Tag: strategy

  • CEO Espresso highlights from 2025: Continuous Development

    CEO Espresso highlights from 2025: Continuous Development

    We also asked our interviewees this question: What are you continuing to develop in yourself — as a leader and as a person?

    Their answers went far beyond traditional notions of professional development.

    🔹 Niels van Quaquebeke, Professor of Leadership at Kühne Logistics University in Hamburg: “Given the upheavals in our world, first resilience — I want to become better at dealing with setbacks. Then adaptability — I want to recognize and seize opportunities more quickly. And third, critical thinking — because if everyone follows the AI herd, the independent thinker will stand out.”

    🔹 Hariolf Wenzler, CEO of YPOG: “I try to understand innovation across all dimensions of business activity — market and competition, customer needs, technological development, and society.”

    🔹 Thomas Behrens, owner of Wohnkultur Joh. Nagel: “I learn something new every day — through podcasts, articles, and industry insights. And I visit my customers. I’ve just returned from Scotland, where I visited a weaving mill. With that knowledge, I can sell the products more effectively.”

    Van Quaquebeke thinks in terms of capabilities for a world in transition. Wenzler thinks in systems — those who understand innovation at every level make better decisions. And Behrens reminds us that development does not always mean seminars or strategy workshops. Sometimes it is a flight to Edinburgh and a look behind the scenes of a supplier.

    What connects all three is that learning is not an obligation for them — it is the driving force.


    +++ Deutsche Version +++ German version +++

    Wir haben unseren Gesprächspartnern auch diese Frage gestellt: Was entwickelst du an dir selbst weiter — als Führungskraft und als Mensch?

    Die Antworten gingen weit über klassische Weiterbildung hinaus.

    🔹Niels van Quaquebeke, Professor für Leadership an der KLU Hamburg: “Angesichts der Umwälzungen in unserer Welt: zuerst Resilienz — ich will mit Rückschlägen besser umgehen können. Dann Adaptivität — ich möchte Chancen schneller erkennen und nutzen. Und drittes, kritisches Denken — denn wenn alle der KI-Herde folgen, sticht der unabhängige Denker hervor.”

    🔹Hariolf Wenzler, CEO von YPOG: “Ich versuche, Innovation auf allen Dimensionen des unternehmerischen Handelns zu verstehen — Markt und Wettbewerb, Kundenbedürfnisse, technologische Entwicklung und Gesellschaft.”

    🔹Thomas Behrens, Inhaber von Wohnkultur Joh. Nagel: “Ich lerne jeden Tag etwas dazu — durch Podcasts, Artikel, Brancheninsights. Und ich besuche meine Kunden. Gerade komme ich aus Schottland zurück, wo ich eine Weberei besucht habe. Mit diesem Wissen kann ich die Produkte besser verkaufen.”

    Van Quaquebeke denkt in Kompetenzen für eine Welt im Umbruch. Wenzler denkt in Systemen — wer Innovation auf allen Ebenen versteht, trifft bessere Entscheidungen. Und Behrens erinnert daran, dass Weiterentwicklung nicht immer Seminar oder Strategie bedeutet: Manchmal ist es ein Flug nach Edinburgh und ein Blick hinter die Kulissen eines Lieferanten.

    Was alle drei verbindet: Lernen ist für sie keine Pflicht — es ist der Antrieb.

  • Macht

    Macht

    Menschen sprechen gern über Fairness. Gerade dann, wenn die Machtverhältnisse gegen sie laufen.

    Augustus sagt das nicht laut. Man sieht ihm an, dass er es denkt.

    Die Diskussion beginnt harmlos. Konfuzius betrachtet Respekt. Vertrauen. Legitimität.

    Dann lehnt sich Augustus zurück. „Ihr sprecht ständig darüber, wie Menschen behandelt werden wollen. Warum spricht niemand darüber, warum sie überhaupt zuhören?”

    Franklin stellt sein Glas ab. Das ist selten ein gutes Zeichen.

    „Weil Macht ohne Legitimität instabil ist,” gibt Konfuzius zu bedenken.

    Augustus nickt. „Richtig.” Kurze Pause, dann: „Und Legitimität ohne Macht?” Noch kürzere Pause. „Irrelevant.”

    Maimonides missbilligt den Satz. Machiavelli gefällt er ausgesprochen gut.

    Die Wahrheit ist unbequem: Die meisten Verhandlungen werden nicht durch das beste Argument entschieden. Sondern durch die bessere Alternative.

    Wer Zeit hat, verhandelt anders. Wer Optionen hat, verhandelt anders. Wer nicht abschließen muss, verhandelt anders.

    Deshalb beginnt professionelle Verhandlungsvorbereitung selten mit Argumenten. Sondern mit einer Frage: Wer braucht die Einigung mehr?

    „Die amerikanische Revolution wurde nicht gewonnen, weil die Kolonien recht hatten” wirft Machiavelli ein.

    Franklin hebt eine Augenbraue: „Sondern?”

    „Weil sie irgendwann mehr Optionen hatten als die Krone.”

    Franklin schweigt. Das ist bemerkenswert.

    In komplexen Verhandlungen wird Macht oft moralisch bewertet. Das ist verständlich. Hilft aber selten.

    Macht ist zunächst keine Tugend. Und kein Makel. Macht ist eine Variable. Wer sie ignoriert, versteht die Verhandlung nicht.

    Sokrates blickt in die Runde. „Interessante Diskussion. Aber woran erkennt eigentlich jeder von Euch seine eigene Macht?”

    Niemand antwortet sofort.

    👉 Augustus würde sagen: Die Stärke Ihrer Verhandlungsposition wird durch die Qualität Ihrer Alternativen bestimmt. Sokrates würde fragen: Und kennen Sie Ihre Alternativen wirklich?

  • CEO Espresso highlights from 2025: Negotiating

    CEO Espresso highlights from 2025: Negotiating

    What do a real estate broker in Hamburg, a researcher at Kühne Logistics University, and a founder in Singapore have in common?

    They all negotiate every day. Then again, most of us probably do. But what connects these three is that none of them thinks in terms of individual deals.

    🔹 Rohit Jha, CEO of Transcelestial, Singapore: “I put all the features and prices on the table and hand the other party a pen. Cross out what you don’t need.” If they want less, they have to say what they are willing to give up. An elegant reversal of conventional negotiation logic — and an effective way to build trust.

    🔹 Niels van Quaquebeke, Professor of Leadership at Kühne Logistics University in Hamburg: “I have learned that thinking beyond a single negotiation is more important than the short-term gain.”

    🔹 Ulf von der Heydt, Managing Director of BHI Hamburg: “Good negotiations have one thing in common: clarity and openness. When those are present, everything can move quickly and smoothly.”

    What connects the three is that none of them optimizes for the moment.

    Jha turns trust into a method by framing discussions around value. Van Quaquebeke describes it as the compound-interest effect of social capital — relationships that shorten the path to agreement the next time around. And von der Heydt adds a dimension that is often overlooked: sometimes the best outcome emerges when the intermediary consciously steps back and allows the parties to come together without him.

    Good negotiations do not end with an agreement. They lay the foundation for the next one.


    +++ Deutsche Version +++ German version +++

    Was haben ein Immobilienmakler in Hamburg, ein Wissenschaftler an der Kühne Logistics University und ein Gründer in Singapur gemeinsam?

    Sie alle verhandeln täglich. Nun ja, das tun wir vermutlich alle. Doch was diese drei verbindet: Keiner von ihnen denkt in Einzelabschlüssen.

    🔹 Rohit Jha, CEO von Transcelestial, Singapur: “Ich lege alle Features und Preise auf den Tisch und gebe dem Gegenüber einen Stift. Streiche, was du nicht brauchst.” Wer weniger will, muss sagen, worauf er verzichtet. Eine elegante Umkehrung der Verhandlungslogik — und ein wirksamer Weg, Vertrauen herzustellen.

    🔹 Niels van Quaquebeke, Professor für Leadership an der KLU Hamburg: “Ich habe gelernt, dass langfristiges Denken über die einzelne Verhandlung hinaus wichtiger ist als der kurzfristige Gewinn.”

    🔹 Ulf von der Heydt, Geschäftsführer von BHI Hamburg: “Gute Verhandlungen haben etwas gemeinsam: Klarheit und Offenheit. Dann kann alles schnell und unkompliziert ablaufen.”

    Was die drei verbindet: Keiner von ihnen optimiert für den Moment.

    Jha macht Vertrauen zur Methode, indem er wertbasiert argumentiert. Van Quaquebeke nennt es den Zinseszins-Effekt im Sozialkapital — Beziehungen, die beim nächsten Mal den Weg zum Abschluss abkürzen. Und von der Heydt fügt eine oft übersehene Dimension hinzu: Manchmal entsteht das beste Ergebnis, wenn man als Vermittler bewusst einen Schritt zurücktritt — und die Parteien ohne einen selbst zusammenkommen lässt.

    Gute Verhandlungen sind mit einem Abschluss nicht zu Ende. Sie legen den Grundstein für den nächsten.