Gestern Abend bei Pitch & Pretzels in den Räumlichkeiten der KPMG in Köln standen naturgemäß Ideen im Vordergrund.
Welche Probleme will das Startup lösen? Welchen Markt adressiert es? Wie groß kann das werden? Wie überzeugend ist das Team? Und natürlich: Wie kommen Idee, Kapital und Umsetzung zusammen?
Doch mich hat noch eine andere Frage beschäftigt: Selbst wenn Idee, Markt und Team überzeugend sind, wie erfolgskritisch ist ein tragfähiges Geflecht aus Beziehungen?
Mit Co-Foundern. Mit Investoren. Mit Mitarbeitern. Mit ersten Kunden. Mit Lieferanten. Mit Kooperationspartnern. Später vielleicht mit Corporate Partnern, Boards oder Käufern.
Jede dieser Beziehungen bringt Erwartungen und Vereinbarungen mit sich. Ein Startup ist ja nicht nur ein Produkt auf der Suche nach Kapital und einem Absatzmarkt. Es ist auch ein Geflecht aus Zusagen, Abhängigkeiten, Ressourcen, Vertrauen und gemeinsamen Erwartungen.
Ich frage mich, ob darin nicht ein unterschätzter Teil der Wertschöpfung steckt.
Denn selbst mit der gleichen Idee und der selben Kombination aus Assets kann ich mir zwei Startups vorstellen: das eine schafft Wert, das andere kommt nicht voran. Vielleicht weil Zeithorizonte, Risikobereitschaft, Rollenverständnis und Kontrollanspruch im erweiterten Beziehungsnetzwerk nicht in Einklang gebracht wurden?




