13 CEOs. Verschiedene Branchen, verschiedene Länder, verschiedene Unternehmensgrößen. Und die Antworten auf diese eine Frage klangen bei allen ziemlich ähnlich:
Was braucht eine gute Führungskraft? — Empathie.
🔹 Hariolf Wenzler, CEO der Technologiekanzlei YPOG: „Empathie. Und Liebe zu den Menschen.“
🔹 Jan Garde, Gründer von The Embassies: „Empathie, Strategie und Vision.“
🔹 Philipp Stukenbrock, CEO der 8.2 Consulting AG: „Empathischer Umgang mit allen Beschäftigten.“
Man könnte versucht sein, das als höflichen Konsens abzuhaken. Wir fanden es eher bemerkenswert — weil die drei sonst kaum unterschiedlicher sein könnten in der Art, wie sie führen.
Wenzler leitet eine Kanzlei mit über 400 Menschen und versteht Empathie als Mechanismus: Wie baut man Vertrauen systematisch auf, auch über Kulturgrenzen hinweg? Stukenbrock führt ein Netzwerk unabhängiger Büros und betont, dass er nicht per Anweisung führt, sondern dafür sorgt, dass alle wollen, was das Unternehmen braucht. Und Garde, der nach zwei Jahrzehnten im Brand Design jetzt ein neues Wohnkonzept in Europa aufbaut, beschreibt Empathie als Voraussetzung dafür, dass externe Partner sich anfühlen wie interne.
Empathie als Führungsinstrument ist also nicht dasselbe wie Empathie als Charaktereigenschaft. Die erste muss man entwickeln, einsetzen, situativ anpassen. Die zweite hat man oder hat man nicht.
Was uns nach 13 Gesprächen klar ist: Die CEOs, die am überzeugendsten über Führung gesprochen haben, haben nie über sich selbst gesprochen. Sie haben über die Menschen gesprochen, die sie führen.




